Barbara-Schadeberg-Preis 2025

Am Donnerstag, 20.11.2025 fand die Preisverleihung der Barbara-Schadeberg-Stiftung statt und wir haben den 3. Preis als Anerkennung für unser eingereichtes Schulkonzept zum Thema "Kinder- und Menschenrechtsbildung an Evangelischen Schulen" gewonnen. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert und zählt zu den renommiertesten Preisen im evangelischen Schulwesen.

Mit dem Preis hat das SFZ jetzt den Beweis dafür bekommen, dass Kinder- und Menschenrechte für Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler keine abstrakten Konzepte, sondern seit Jahren gelebte Realität sind. Sie bilden das Fundament des pädagogischen Handelns der Schule

Das Konzept haben die Beteiligten vor Kurzem im Rahmen der Barbara-Schadeberg-Vorlesungen in der Villa St. Paul in Nürnberg präsentiert. Die Stiftung prämiert und dokumentiert alle drei Jahre beispielhafte Entwicklungen in evangelischen Schulen und Internaten, die für das evangelische Schulwesen und die allgemeine Bildungsdiskussion besondere Impulse setzen. 

Die Teilnahme an der Preisverleihung erklärt Manuela Militsch so: „Wir sind täglich gefordert, jedem Kind, unabhängig von seinen individuellen Beeinträchtigungen und Herausforderungen, ein Umfeld zu schaffen, in dem es seine Potenziale entfalten, seine Stimme erheben und seine Würde uneingeschränkt erfahren kann. Dies ist nicht nur ein pädagogisches Ziel, sondern ein zutiefst evangelischer Auftrag, der sich aus unserem christlichen Menschenbild ableitet.“

Jede Initiative, jedes Projekt und jede Unterrichtseinheit sei von der Überzeugung durchdrungen, dass Kinder Subjekte mit eigenen Rechten sind und nicht nur Objekte der Erziehung. Ganz besonders gelte das für Kinder mit besonderem Förderbedarf, deren Rechte oft noch stärker im Fokus stehen müssen, um ihre volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten.

Als Beispiele erläuterte sie die aktive Schülermitverantwortung, Kooperationen mit der Polizeiinspektion Heilsbronn, die Juniorwahl, fächerübergreifender Unterricht oder partizipative Schulhofgestaltung. 

„Auch im Unterricht setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler mit Themen rund um Kinder- und Menschenrechte auseinander“, erklärt Manuela Militsch. Durch angepasste Literatur, jährliche Aktionsstage, Mitwirken bei der Entwicklung von Schutzkonzepten sowie Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen. Ganz aktuell sei die Kooperation mit dem Seniorenzentrum in Wolframs-Eschenbach, in der sich Schülerinnen und Schüler und Bewohnerinnen und Bewohner gegenseitig Briefe schreiben und von ihren Erlebnissen berichten. 

von Amanda Marien (1. Dezember 2025)

 

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Preisträger Barbara Schadeberg Preis 2025
Haben das Konzept im Rahmen der Barbara-Schadeberg-Vorlesungen in der Villa St. Paul in Nürnberg präsentiert: Manuela Militsch (kommissarische Schulleiterin des sonderpädagogischen Förderzentrums St. Laurentius), Noah Hohmann (Schüler 9. Klasse), Martina Beltzner (ehemalige stellvertretende Schulleitung und Initiatorin der Bewerbung für den Barbara-Schadeberg-Preis), Samiro Retschk (Schüler Ganztag 7/8), Corinna Köpplreiter (Bereichsleitung), Martin Dietrich (Schulsozialarbeit), Flávia Paternostro (Bereichsleitung), Joachim Scharnagel (Fachlehrkraft) und Laura Otto (Schülerin Ganztag 7/8). Bildnachweis: Andrew Lauer