Diakonie Neuendettelsau

Sonderpädagogisches Förderzentrum
St. Laurentius Neuendettelsau

Klasse 7 bis 9

Die Klassen 7 bis 9 am Förderzentrum St. Laurentius in Neuendettelsau bereiten auf eine gute berufliche Perspektive für möglichst alle Schüler vor und werden auch als "Sonderpädagogische Diagnose- und Werkstattklassen" (SDW) bezeichnet.

Neben der bekannten Halbtagesstruktur stehen auch gebundene Ganztagesklassen zur Wahl.

Den Schwerpunkt der pädagogischen und unterrichtlichen Arbeit bildet die Berufs- und Lebensorientierung (BLO) der Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel der beruflichen und gesellschaftlichen Eingliederung.

An schulischen und außerschulischen Lernorten sollen die Schüler Berufswahl- und Ausbildungsreife erwerben. Der individuellen Diagnostik, intensiven Begleitung und Förderung durch die Lehrkräfte kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.

Welchen Anteil hat das Fach BLO am Unterricht?

Neben den klassischen Fächern (Religion, Deutsch, Englisch, Mathematik usw.) haben die Schüler der siebten Klasse im Rahmen des Faches BLO (Berufs- und Lebensorientierung) je einen Praxistag pro Woche. Hier werden die Fachkompetenzen der Bereiche "Praxis Technik" und "Praxis Soziales" angebahnt. In der Theorie des Faches BLO werden neben dem berufsbezogenen theoretischen Fachwissen auch Kompetenzen zur Lebensplanung und Lebensgestaltung vermittelt.  

Die Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufen vertiefen ihre berufsbezogenen Kenntnisse und Fertigkeiten in unseren Schülerfirmen, die auch einen kompletten Unterrichtstag in Anspruch nehmen. In der Theorie des Faches BLO werden berufliche und gesellschaftliche Themen weiterbehandelt und vertieft.

Wozu werden Betriebspraktika durchgeführt?

In den insgesamt vier Betriebspraktika können die Schülerinnen und Schüler in der achten und neunten Klasse ihre Wunschberufe kennen lernen und ausprobieren. Darüber hinaus zeigen sie in den Praktika, was sie im Fach BLO gelernt haben. Die Praktika werden von den Klassenlehrkräften intensiv begleitet, so dass die dort beobachteten Stärken und der Förderbedarf bei der Berufsvorbereitung und Berufswahl berücksichtigt werden können. 

Welche Abschlüsse können die Schülerinnen und Schüler erwerben?

An unserer Schule können zwei staatlich anerkannte Abschlüsse erworben werden. Viele unserer Schüler entscheiden sich für den "Abschluss im Bildungsgang des Förderschwerpunkts Lernen", der bei entsprechender Motivation für die meisten unserer Schüler erreichbar ist.

Der "Mittelschulabschluss" richtet sich nach den Lerninhalten der Mittelschule und ist deutlich anspruchsvoller. Für den "Mittelschulabschluss" entscheiden sich vor allem sehr motivierte und leistungsstarke Schüler.

Mit welchen Partnern arbeiten wir bei der beruflichen Integration zusammen?

Für die erfolgreiche berufliche Eingliederung arbeiten wir besonders eng mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, der Robert-Limpert-Berufsschule in Ansbach und dem Berufsausbildungswerk Mittelfranken zusammen.

Wie geht es nach der Schule weiter?

Grundsätzlich kann man sofort nach dem Besuch des SFZ eine Ausbildung beginnen. Voraussetzung dafür ist, dass man einen Ausbildungsplatz findet und die Anforderungen der Berufsschule bewältigen kann. 

Viele unserer Schüler besuchen daher im Anschluss an unsere Schule ein "Berufsvorbereitungsjahr" oder eine "Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme". In diesen berufsvorbereitenden Maßnahmen kann auch nachträglich der Mittelschulabschluss erworben werden. 

Was bieten die Ganztagesklassen?

Hier ist der Unterricht nach Stundentafel rhythmisiert auf den Vor- und Nachmittag verteilt. Im Rahmen äußerer Differenzierung kooperieren die Halbtages- und Ganztagesklassen vormittags miteinander. Den Ganztagesklassenschülern stehen darüber hinaus zusätzliche Angebote offen wie der Besuch von Arbeitsgemeinschaften und Workshops. An die Stelle der Hausaufgabenzeit tritt die tägliche Wochenplanarbeit. Hier üben die Schüler an individuellen Aufgabenstellungen, die ihrem persönlichen Förderbedarf angepasst sind oder bereiten sich auf anstehende Projekte oder Proben vor. In der Mittagspause gehen die Ganztagesklassen unter Begleitung einer Lehrkraft zum Essen in die Mensa und haben danach Zeit für selbstgewählte Aktivitäten am Sportplatz oder im Schulhaus, bevor es mit Unterricht weiter geht.

Mit Übungs- und Wiederholungsaufgaben über das Wochenende werden auch die Eltern einbezogen und bleiben über Lernstand und-entwicklung ihres Kindes auf dem Laufenden.